Stenografenverein Hörde 1867 e.V.

Bernd Stumpe verstorben

Am 28.08.2019 verstarb unser langjähriger 2. Vorsitzender Bernd Stumpe im Alter von 78 Jahren. Über Jahrzehnte prägte er das Vereinsgeschehen an verschiedenen verantwortungsvollen Positionen mit. Als „Hörder Junge“ wurde er am 01.07.1956 bereits mit 15 Jahren Vereinsmitglied.

Für die Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notargehilfe erlernte er Kurzschrift und Maschinenschreiben, um dann später sein Studium zum Rechtspfleger in der Justizverwaltung zu beginnen.

Bereits 1958 wurde er mit 160 Silben Stadtjugendmeister und erhielt dafür das Leistungsabzeichen des Deutschen Stenografenbundes in Bronze. Wegen seines liebenswerten Wesens war er bei allen Vereinsmitgliedern beliebt.

Bereits 1957 wählten ihn die jugendlichen Mitglieder zum Jugendleiter.

Seine außergewöhnlichen Kurzschriftkenntnisse befähigten ihn 1958 eine Übungsgruppe zu betreuen und später viele Jahre als Unterrichtsleiter mehreren hundert jungen Leuten diese Fertigkeiten erfolgreich zu vermitteln.

Auch für die Vorstandsarbeit stand er als Pressewart und Schriftführer zur Verfügung. Seit 1983 trug er als 2. Vorsitzender bis heute Mitverantwortung für das Wohl des Vereins.

Für seine vielfältigen Verdienste und Treue in mehr als 60 Jahren Vereinsmitgliedschaft erhielt er zahlreiche Ehrungen des Deutschen Stenografenbundes und des Westdeutschen Stenografenverbandes, zuletzt den Ehrenbrief des Bundes mit goldener Nadel.

Seine Tätigkeit im Amtsgericht half dem Verein bei vielen juristischen Fragen.

Obwohl er hervorragende Qualitäten als Vorsitzender des Vereins hatte, war er stets mit der Vertretung zufrieden. Die „1. Reihe“ war nicht unbedingt seine Sache. Eins war er allerdings immer: unangefochten moralische Instanz. Bei vielen hitzigen Auseinandersetzungen im Vorstand stellte er den ruhigen und ausgleichenden Pol dar, der die widerstrebenden Interessen und Meinungen zusammenführte.

Bernd Stumpe hat in seiner Zeit als Vereinsmitglied an mehr als 50 Studienfahrten und –veranstaltungen teilgenommen und war auch hier bei allen Teilnehmern sehr beliebt. Unvergessen werden seine Geschichten bleiben, die er bei den Weihnachtsfeiern immer äußerst engagiert vortrug.

Wir sind traurig, einen großartigen Menschen verloren zu haben und werden immer gerne an ihn zurückdenken